Wer ist eigentlich „deutsch“?

Danke an Afrogermanrebel

afrogermanrebel

Obwohl schon zahlreiche AutorenInnen sich zum Thema Schwarzsein in Deutschland, Rassismus und White Privilege, geäußert haben und es inzwischen eine große Auswahl an Literatur in diesem Feld gibt (von Farbe bekennen bis hinzu Deutschland Schwarzweiß), wollen auch Wir uns in zukünftigen Beiträgen zu diesem Thema etwas ausführlicher äußern.

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Bündnis Dortmund gegen Rechts startet Online-Petition zum Verbot der „Partei Die Rechte“


Hasst Du mich ein bisschen weniger, weil es Menschen gibt, deren Teint dunkler ist als meiner? TW

Dein Blick seziert mich.
Ich liege unter dem Messer, dass Du Zunge nennst.
„Soooo schwarz bist Du doch gar nicht.“ lächelst Du aufmunternd, und: „Du musst aber auch nicht unbedingt eine ’solche‘ Frisur tragen…“, wenn ich meine Haare auftürme. Wenn ich sie flechte. Oder twiste. Oder braide.
Mein Zopf jedoch zeigt Dir meine Anpassung. Dass ich nicht stolz darauf bestehe, Afrikanerin zu sein sondern mich einordne. Das ich Europa huldige und zugebe, die Abweichung von der Norm zu sein. Binde ich meine Haare unauffällig zurück, so ducke ich mich unter die Limbostange europäischer Werte. Anständig und sauber hast Du vordefiniert. Ein Bauernzopf zB ist anständig und sauber. Crotchet Braids hingegen nicht. Twists erinnern Dich nun mal nicht an Pfarrerstöchter sondern an Dschungel und Kral und Hungersnot und Spenden und Flüchtlingslager.
Ganz fürsorglich gemeint gibst Du mir zu verstehen: ‚Es gibt Menschen, die erschrecken vor Afrikanern…‘
Du prüfst mich, und bestätigst dann freundlich nickend: „Du sprichst aber gut Deutsch“
(Du duzt mich, darum duze ich hier mal zurück. Meist aber wähle ich die förmliche Anrede. Um mich zu distanzieren.)
„Du hast ja auch Glück gehabt,“ sagst Du: „Aus Dir kann etwas werden, es kommt nur auf Dich an.“
Du grenzt mein Kind aus, seit Du weisst, dass es Schwarz ist. Wie Du mich ausgrenzt. Mein kleines Kind. Du hattest nicht gewusst, das es Schwarz ist, bis Du mich erkanntest.
Nun fühlst Du Dich betrogen.
Du sagst meinem Kind: „Du gehörst hier nicht her. Nein, Du bist nicht von hier. Du bist aus einem Trommel-Land.“
Lässt Du mich leben, weil ich für Dich nicht „ganz-ganz dunkel“ bin?
An der Theke arbeiten, das geht nicht, „Das hättest Du mir aber schon am Telefon sagen müssen, das Du ne Schwatte bist, da laufen mir ja die Kunden davon“, sagst Du und lachst verständnisheischend.
Du vermietest mir die Wohnung nicht. „Wir hatten schon mal einen Schwarzen, der hat gedealt, darum machen wir das nicht mehr“, sagst Du. „Dein Name klingt ja deutsch, darum haben wir Dich eingeladen, damit konnte ja niemand rechnen, dass Du nicht von hier bist“. Meine Beteuerungen, ich seie sehr wohl ‚von hier‘ wischt Du lächelnd weg. „Du verstehst mich schon!“ Na klar verstehe ich, es geht nicht um meine Herkunft. Wäre ich weiss und in einem afrikanischen Land geboren, dann gäbe es keinen Ausschluss. Es geht um das, was Du in mich hineinliest.


Das böse R-Wort*

Das ist das schlimmste, es benennen:

eineschule.

(* den Begriff habe ich einer realen Lehrerin an einer realen Schule in einer realen deutschen Großstadt geklaut. Sorry und danke!)

Eine Warnung.

Also das böse R-Wort nehmen Sie am besten nicht in den Mund. Im Zusammenhang mit Schule schon gar nicht. — Nein, auch nicht wenn Sie strukturell und/oder institutionell vorweg schicken. Nützt nichts. Ist einfach zu krass.

***

„Ja, wissen Sie, was wir uns hier jeden Tag antun müssen? Da redet doch niemand drüber. Aber ja, ertragen wir, so tolerant sind wir. Aber die Aggressionen, die hinter diesem Wort stecken, also man kann auch anders auf Leute zugehen… Das Wort verallgemeinert auch, wo doch nicht verallgemeinert werden sollte.“

„Nein, da werfen Sie ja alles in einen Topf. Herrschen doch ganz unterschiedliche Bedingungen überall. Und denken Sie doch an die Leute, die sich hinter der Struktur und der Institution verbergen! Wollen Sie jetzt behaupten, dass die alle R* seien?“

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Offener Brief Teil II: Lieber Asta Münster

Danke an Undercover of Color, die mit pointierten Worten sagt, was zu sagen ist

Undercover of Color

10524123_10205661837566919_1878578331_nEigentlich wollte ich gestern nur kurz zum Frauenreferat der Uni Münster und bin dann leider im Asta Gebäude auf diese rassistische Scheiße gestoßen. Das nervt mich ziemlich, da ich wirklich andere Dinge zu tun habe, als meinen übernächtigten Körper solchen triggern auszusetzen.Aber das so stehen lassen kann und will ich auch nicht.

Also mal wieder einen Text verfassen.

Lieber Asta Münster,

ich bin gestern, 28.01.2015 in euren Fluren am Schlossplatz 1 über diese ziemlich beschissenen Sticker gestoßen.

Ihr ärgert euch also über Kürzungen in der Lehre, hmm. Das ist auch wirklich doof. Das ärgert mich auch. Wisst ihr was noch ziemlich ärgerlich ist?

Unreflektierter Sprachgebrauch.

Gratis Serviceinfo:

„Schwarzsein“ bzw. „Weißsein“ als jeweils soziale/politische Positionierung (da es erwiesenermaßen keine „Rassen“ gibt, sondern diese eine Erfindung von europäischen „Rassentheoretikern“ ab dem 18.Jh waren) ist ein sehr komplexes Thema. (s. hierzu Studien aus der kritischen Weißseinsforschung)

Durch die rassifizierende Differenzierung und Kategorisierung der Menschheit…

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Pegida und die „Lügenpresse“ – ein Begriff und seine Geschichte

Dank an Christian Buggisch für das Aufmerksammachen auf die Sprache bei Pegida.

Christian Buggischs Blog

„Lügenpresse!“, skandiert das versammelte Pegida-Volk auf seinen Demonstrationen in Dresden. Wer dabei ein mulmiges Gefühl bekommt, hat ein gutes Gespür für die Ideologisierung von Sprache. Die Suche nach den Ursprüngen führt dabei zurück in finstere Zeiten …

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Euer Abrücken gefährdet mich

Die „normalen, besorgten Bürger“ stellen sich halt unter ‚Nazi’s‘ Bomberjackentragende Schlägertrupps vor. Und meinen, das die ja auch nicht ganz unrecht haben. Sie denken nicht weiter an die Nazi’s, die den Hitlerfaschismus möglich gemacht haben. Die auch damals besorgte Bürger_innen waren. nichts weiter. Doch, etwas weiter. Bürger_innen, die verkannt haben, wo der Feind steht. Der Feind der Menschen ist das kapitalistische System. Wer sich Bürger_in nennen kann hat schon ein grosses Privileg: die verbrieften, Bürgerechte. Jede_r Deutsche hat das Recht auf EU- und kommunaler Ebene zu wählen, das Recht auf eine gute Verwaltung, das Recht auf Zugang zu Dokumentationen, das Recht auf Bürgerbeauftragte, das Petitionsrecht, und das Recht auf diplomatischen Schutz. Das sind Rechte, die in Deutschland lebenden Menschen, die keine deutsche Staatsbürgerschaft besitzen, nicht gewährt werden. Die rechten Parteien gehen da weiter, sie wollen diese Rechte auch denen nehmen, die nicht ihrer Vorstellung von Deutschen entsprechen. zur Zeit aufgrund der JAhrelangen Vorbereitung durch Politik und Medien: Muslimas und Muslime. Das es auch um andere Menschen geht, um Non-Citizens, um Schwarze Deutsche, genauer: um Alle, die nicht den einfältigen Vorstellungen von arischer Herkunft entsprechen, das sehe ich. Weil ich mitgemeint bin.

Einer der Gründe, weswegen die Jahrzehntelange Verharmlosung des rechten Randes und die Zulassung der NPD in den Parlamenten gefährlich war: weil es dazu führte, das NaziParolen heute als legitime Meinung erachtet werden.
Ich möchte Euch, die Ihr weiss seid, dringend bitten, Euch, auch wenn es wenig lustig ist, damit auseinanderzusetzen. Geht dem Gespräch mit den Pegidisten nicht aus dem Weg.  Ihr habt das Privileg, nicht deshalb zusammengeschlagen zu werden weil ihr äusserlich nicht in das Konzept derer passt, die da demonstrieren.
Ich will das nicht mehr machen. Ich will nicht mit Menschen reden, die sagen, ich würde hier nicht hingehören. Ich will nicht mit Menschen verhandeln, die den Weg bereiten für die die mich töten wollen.
Euer Schweigen und Euer Abwenden macht die Gefährdung für Menschen wie mich grösser.


900 x 10 Euro als Spenden gesucht

900 x 10
oury jalloh das war Mord

BREAK THE SILENCE

Für pathologische und toxikologische Nachuntersuchungen um endlich die Brand- und Todesursache von Oury Jalloh aufzuklären!

Auf der Pressekonferenz der Initiative in Gedenken an Oury Jalloh im November 2013 stellte der von der Initiative beauftragte irische Brandgutacher nach mehreren Brandversuchen mit Schweinekadavern fest, dass ein vergleichbares Brandbild des Leichnams von Oury Jalloh sowie der Matratze nur unter Verwendung von 5 Litern Benzin erreicht werden konnte. Die Beweise verdichten sich zu dem, das die Initiative von Anfang an gesagt hat: “Oury Jalloh – das was Mord“. Die Staatsanwaltschaft in Dessau war auf einmal „überrascht“, von den „ernsten“ und „teilweise erschreckenden Informationen“, die das Brandgutachten aufdeckte; dabei hätte sie Gleiches bei entsprechenden Willen zur Aufklärung auch entdecken können. Anstelle dessen durften die von der Staatsanwaltschaft beauftragten Gutachter wohl nur das herausfinden, was in die politischen Vorgaben passte.

Toxikologen, Forensiker und Brandgutacher, die willens sind, öffentlich über den Fall zu sprechen, zeigen sich alle…

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Haters gonna hate & that´s why you gotta love ya sista!

“You are a daughter, a sister, a friend and a mother to me”

Diaspora Reflektionen

Diesen Beitrag verfasse ich in erster Linie als Woman of Color. Sicherlich können sich auch Menschen, die sich als Queer definieren, weiße Frauen oder männlich sozialisierte Wesen in irgendwelchen Punkten wiederfinden. Betonen wollte ich das nur, um meinen persönlichen Standpunkt nachvollziehbarer zu machen.

Mir ist es wichtig, dass Leser*innen verstehen, dass dies Reflexionen sind. Über etwas zu reflektieren ist ein persönlicher Prozess, den ich mit People of Color teilen möchte, weil ich davon überzeugt bin, dass viele unserer Erfahrungen – so individuell sie auch sein mögen – an sehr vielen Punkten parallelen aufzeigen. Parallelen, die sich durch unsere Identität als People of Color ergeben.

Ich hoffe, dass auch andere PoC es aufregend finden, Parallelen zu entdecken, oder Denkanstöße zu Dingen zu bekommen, über die sie vorher nicht reflektiert haben. Beide Erfahrungen habe ich persönlich immer wieder gemacht, wenn ich Artikel oder Bücher gelesen habe. Wir sind umgeben von Ideen. Täglich reden wir mit…

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23 Quotes That Perfectly Explain Racism (To People Who Don’t „See Color“)

Thought Catalog

Cameron RussellCameron Russell

If the first words out of your mouth are to cry ‘political correctness!’, … chances are very, very high that you are in fact part of the problem. N.K. Jemisin
White people don’t like to believe that they practice identity politics. The defining part of being white in America is the assumption that, as a white person, you are a regular, individual human being. Other demographic groups set themselves apart, to pursue their distinctive identities and interests and agendas. Whiteness, to white people, is the American default. Tom Scocca
never
trust anyone
who says
they do not see color.
this means
to them,
you are invisible. Nayyirah Waheed
People know about the Klan and the overt racism, but the killing of one’s soul little by little, day after day, is a lot worse than someone coming in your house and lynching you. Samuel L. Jackson
The problem is…

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lightskinnedgal

The Tales and Confessions of a Lightskinned-Mixed-Chick

Wer andern einen Brunnen gräbt

Rassismuskritik//Empowerment//Globaler Kontext

Black America Web

Entertainment, News and Lifestyle for African Americans

aufZehenspitzen

feminism and motherhood. yeah, it's a thing

Der Überblog - Ein idiot erklärt die Welt

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Field Negro

My range of commentary is unlimited.

Esther Siesta

Die andere Seite der Esther Donkor

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