Archiv der Kategorie: Allgemein

Tanzen können wir alle


Wie ich mich stosse an den engen, harten Maschen, in die ich mich einst zurückgezogen habe.  Ich tanze in der Küche, wenn ich allein bin. Grazil und kraftvoll. Wenn ich in Gesellschaft bin, bin ich unbeholfen. Mein Körper eckt an, an die Gesetze des Blicks, den ich spüre, an die Worte, die mich bannten. „Natürlich kann sie tanzen, als Schwarze hat sie das im Blut.“
„Wenn sie gut tanzen kann, dann ist sie auch gut im Bett“ flüstern sie, raunen sie, nein, sie sagen es mir laut ins Gesicht. Sie grinsen und reiben sich an mir und lassen mich zurückweichen. Ich stolpere und falle. Meine Füsse verweigern ihren Dienst. Tollpatschig gerate ich ausser Atem. Lächelnd setze ich mich an den Rand des Geschehens und bemerke, wie mein Gesicht zur Maske erstarrt.


nicht weiss ist nicht_weiss ist nicht_weiss

Aufgrund einer Formulierung wird mir gerade klar, was mich stört an dem Braun/Mixed-Konzept:
Mensch kann sich nicht als von_Rassismus und nicht_von_Rassismus_betroffen definieren.
Das ist wie ein_bisschen_schwanger.
Mensch kann vielleicht sagen: „Ich habe es leichter als jemand dessen Hautfarbe noch dunkler ist als meine“, aber da wären schon mitten in Oppression-Olympics.
Mensch kann sich zwar als ’schwarz und weiss‘ definieren, aber nicht als ‚Schwarz und weiss‘
Schwarz als politisches Konzept hat nichts mit dem Hautton der Person zu tun.
Schwarz bedeutet politisch nicht mehr als: ‚Gehört zur Gruppe derer, die nicht_weiss sind‘.
Diese Grundlage ist deshalb wichtig, weil sie Spielfelder beschreibt.
white privilege exists und das lässt sich nicht dadurch ändern, ob einzelne böse Akte nach Hautton gestaffelt mehr oder weniger häufig vorkommen.
Privilegien weisser Menschen existieren, diese unverdiente Macht und die unverdient bevorzugte Behandlung wird weissen Menschen erteilt. (Wer nachlesen möchte, worum es sich dabei handelt, möge doch bitte bei sanczny schauen) Und all die Menschen, die nicht am anderen Ende der phänotypischen Scala stehen, die in irgendeiner Form in der Hirarchie „dazwischen“ sind, und dadurch gegebenenfalls hier und dort einen Teil der bevorzugten Behandlung erfahren, die von weissen aus der Schlange der ‚ganz_ganz_anders_vielleicht_nicht_mal_Menschen‘ etwas weiter nach vorne gerufen werden, die können versuchen, damit zu dealen, aber das bedeutet, dem Konzept Rassismus zuzustimmen. Nicht einmal es gut zu heissen, aber immerhin, wer vorrückt in der Schlange, di:er tritt aus, aus der Vereinigung derer, die nicht die vollen Rechte geniessen.
Ich verurteile nicht di:en Streikbrecher_in, der sich erpressen lässt, weil zuhause seine Kinder vor Hunger quaken und ich verurteile nicht den Houseslave, aber ich zeige auf, das diese dem Herrscher in die Hände spielen.
Existenzielle Not existiert, und Jede_r muss selbst entscheiden können, wie und wie sehr si:er sich damit auseinandersetzt. Es sind schon Menschen zerbrochen daran, und es sind auch welche an gebrochenem Herzen gestorben.

Wer nicht verstanden hat, welche Kategorien greifen, wenn Menschen einander begegnen, sondern glaubt(!) in einer indoktrinierenden Gesellschaft wären Menschen kategoriefreie, leere Tafeln, die sich dank persönlicher Souveränität unabhängig von dem System, dass sie umgibt, täglich neu erfinden könnten, kann dies nur mittels Nutzung von unverdienten Vorrechten oder Aufgrund von Ignoranz. Der Glauben an dieses sich selbst neu erfinden ist niedlich. Er ist verständlich. In einer Welt,die auf dem Mythos aufbaut, eine Tellerwäscherin könne Millionärin werden kann, muss sich jede selbst aussuchen dürfen, wer si:er ist. Und wer es nicht schafft, die eigenen Träume zu verwirklichen, hat halt einen Fehler gemacht.
Aber dieser Glaube negiert die Bedingungen, denen wir unterliegen. Die Abhängigkeiten, an die wir gebunden sind. X hat es geschafft, also ist es mir und Y auch möglich? Nein, leider nicht. Zu viele Faktoren sind Vorrausetzung für eine erfolgreiche Umsetzung eigener Wünsche, als dass wir ein Scheitern als persönliche Niederlage deklarieren dürften. Das Geschlecht, die Klassenzugehörigkeit, das Entsprechen körperlicher Normen sind inzwischen anerkannte Grössen. Der Phänotyp aber soll verschleiert werden. Weil seine Wirkmacht nötig ist im nationalistischen Kapitalismus.

Meinem Kind zu sagen, es seie nicht Schwarz sondern mixed würde ihm nicht helfen, zu verstehen, weswegen es diese Privilegien nicht hat. Wenn ich meinem Kind sage, dass es Schwarz ist, leugne ich nicht, dass Teile seiner Vorfahren weiss sind. Ich bereite es vor auf eine Welt, in der sein Phänotyp nicht nicht wahrgenommen wird. Denn diese Tatsache existiert, ob uns das behagt oder nicht. Ich gebe ihm Worte, für die Gefühle, die es wahrnimmt.
Ich bereite es vor auf eine Welt, in der die Kategorie Rassismus eines der Kriterien sein wird, nach denen es beurteilt wird. Denn mein Kind ist nicht weiss. Es hat weisse Vorfahren und nicht_weisse, und das ist immer nicht_weiss.
Dennoch erkläre ich ihm noch nicht den grossen Überbau, unter dem es lebt.
Ich glaube fast, ich erkläre meinem Kind nicht die politische Bedeutung von Schwarz, weil ich es nicht so früh auf die Trost- und Hoffnungs- und Auswegslosigkeit der Kategorie hinweisen will.


Praktischer Feminismus

Das ist es was ich will, —–>

Praktischer Feminismus

Ich bin wütend! Weil es nicht vorangeht, mit dem Feminismus, weil ich das Gefühl habe, dass wir auf der Stelle treten, weil es immer wieder die gleichen Probleme gibt und viele Leute und leider auch immer wieder Frauen sie nicht verstehen wollen.

Muss man heute wirklich noch erklären, dass Feminismus immer noch notwendig ist? Bei enormen Gehaltsunterschieden und Männern, die sich in Chefetagen noch immer als Machos verstehen und Frauen mit „Ach, sie sind unser Kontakt, ich dachte sie sind die Sekretärin“ begrüßen und noch nicht mal verstehen, dass sie dabei sexistisch sind.

Ich bin wütend darüber, dass die Zeitungen immer mehr Idioten in die Kommentarspalten lassen und diese dort Raum einnehmen.

Ich bin wütend, weil Frauen erklären, dass sie keinen Feminismus brauchen und nicht verstehen, dass sie das nur verkünden können, weil es den Feminismus überhaupt gibt.

Ich bin wütend, wenn ich auf der Arbeit das Gefühl habe mich…

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Öffentlicher Eilbrief an die politisch Verantwortlichen der Räumung der Gerhard-Hauptmann-Schule, Herr Henkel, Frau Herrmann und Herr Panhoff

@OhlauerInfo

# english below

Öffentlicher Eilbrief an die politisch Verantwortlichen der Räumung der Gerhard-Hauptmann-Schule, Herr Henkel, Frau Herrmann und Herr Panhoff

Wir sind zutiefst schockiert über das Vorgehen gegenüber den Geflüchteten, die zunächst am Oranienplatz und dann auch in der Gerhard-Hauptmann-Schule auf friedliche Weise für ihre legitimen Rechte kämpften und kämpfen. Wir betrachten das gestern Abend gemachte „Angebot“, dass die Geflüchteten die Schule verlassen müssen, um auf „neutralem Boden“ überhaupt erst in Verhandlungen zu treten deren Gegenstand noch nicht einmal bekannt ist, als Farce. Wir fordern Sie daher auf, mit den Geflüchteten in der Schule umgehend ernstzunehmende und verbindliche Gespräche über ihre Forderung nach einem Bleiberecht aufzunehmen. Zudem ist es nicht hinnehmbar, dass der Zugang der Presse zur Schule unterbunden wird. Ebenso wie die Geflüchteten das Recht haben, ihre Positionen und Forderungen öffentlich zu kommunizieren, hat die Öffentlichkeit das Recht darauf, darüber informiert zu werden. Eine weitere Forderung von uns ist…

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Not Everyone Is Beautiful

Mindless Productivity

Every two or three days, I see an article or blog post or forwarded inspirational quote about beauty. It’s usually something affirming like

„You are beautiful, whether you know it or not.“

„We are all beautiful.“

„Everyone is beautiful to somebody.“

It’s cheerful stuff. It builds the self-esteem, makes people feel valued, and spreads joy and happiness across the internet.

It’s also bullshit.

angry face enraged

And you know it’s bullshit, because you really wanted to laugh at that picture.

Everyone is not beautiful. Some people have tumors the size of a second head growing out of their ears. Some people have skin like the Michelin man. Some people lose fingers, legs, or eyes in horrific assembly-line machine accidents. People have warts and blemishes and hair loss and dead teeth and lazy eyes and cleft palates and third nipples and unibrows.

There are plenty of people that are not physically appealing to look at, the…

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Was zu tun und was zu lassen ist als gute Bündnispartner

1. Lenke nicht vom eigentlichen Diskussionsthema ab. Auch wenn es für Dich persönlich unangenehm ist, Thema X zu diskutieren, es geht nicht um Dich und Dein Wohlbehagen. Es geht um Thema X, und es steht Dir absolut frei, Dich herauszuhalten, nicht jedoch, andere Menschen von der Fortsetzung ihrer Gespräch abzuhalten.

2. Lies die Links / Bücher auf die in der Diskussion verwiesen wurden. Und auch wenn die Dinge, die Du erfährst, verursachen, das Du Dich unwohl fühlst, Ein_e gute_r Verbündete_r zu sein,bedeutet nicht, sich in einer angenehmen Komfortzone aufzuhalten. Deine innere Abwehrhaltung musst Du schon selbst aufgeben.

3. Erwarte nicht, dass Deine Gefühle Priorität in einer Diskussion über X Problem haben.
Oft benutzen Menschen das Ton-Argument, weil ihre Gefühle durch die Art und Weise, in der eine Nachricht zugestellt wurde, verletzt werden. Wenn Du jemandem auf den Fuß getreten bist, und jemand fordert Dich auf, herunter zu gehen, dann ist die Antwort „Bitte netter darum “ nicht richtig. Zunächst einmal warst Du im Unrecht.

4. Mund halten und zuhören. Ich kann nicht genug betonen, wie wichtig es ist, Menschen zuzuhören, die selbst von Erlebnis X betroffen sind. Es gibt kaum etwas unschöneres, als wenn jemand Betroffenen gegenüber (gut gemeint) darauf besteht, dass sie/er die Lösung gefunden hat, auch wenn sie/er die X-Erfahrung nie selbst gemacht hat. Du kannst natürlich Vorschläge machen, aber sei nicht überrascht, wenn diese Ideen nicht gut sind, weil Du die Situation aus der anderen Perspektive betrachtet hast.

5. Spiele nicht Olympiade der Unterdrückten. In der Mitte eines Gesprächs über Rassismus ist nicht die Zeit, darüber zu schwadronieren, wie schwer es ist, zB eine weiße Frau zu sein. Das Du in einem Bereich unterdrückt bist, bedeutet nicht, dass Du kein Privileg in einem anderen Bereich hast. Begriffe wie Intersektionalität und Kyriarchie gibt es aus einem Grund. Also … das ist Ablenkung. Hör auf.

6. Überprüfe Deine Privilegien. Das ist schwer und das ist oft unangenehm, aber es ist wirklich notwendig. Und Du wirst dabei Dinge falsch machen. Denn niemand ist perfekt. Aber ein Teil des Bündnispartner-seins ist die Bereitschaft zu hören, dass du es falsch machst.

7. Erwarte keinen Passierschein in sichere Räume, weil Du Dich Bündnispartner nennst. Du bekommst nicht dadurch ein Recht auf Zugang, dass Du Dich nicht wie ein [ hier Schimpfwort einsetzen ] benimmst. Manchmal geht es einfach nicht um Dich oder darum, was Du denkst, was geschehen sein sollte. Deine Privilegien fallen nicht weg, wenn Du Verbündete_r geworden bist. Es gibt innergemeinschaftlichen Gespräche, die ihren Platz frei vom Blick Privilegierter brauchen.

8. Sei bereit, Dich gegen Bigotterie zu erheben. Auch wenn alles, was Du tust, ist, einem Freund zu sagen, dass das, was sie gerade über die marginalisierte Gruppe X gesagt haben, nicht akzeptabel ist, damit hast Du etwas von der eigentlichen Arbeit des ‚ein Bündnispartner sein‘, geleistet.

9. Benutze Menschen nicht, als wären sie symbolische Accessoires oder Maskottchen. Du bekommst keine CoolnessPunkte dafür eine Gruppe von Freunden zu haben, die verschiedenen Phänotypen zugeordnet werden. Du fällst sogar unangenehm damit auf, wenn Du versuchst, diesen Umstand als Freifahrtschein zu verwenden, um Dir wie ein_e selbstgefällige_r  Geck auf die Schulter zu klopfen.

10. Versuche es weiter. Unablässig. Der Kampf gegen Bigotterie ist ein Krieg, keine einzelne Schlacht und er währt über Generationen. Also, halte Deine Ziele realistisch, Deinen Geist offen, und Dein Herz an der richtigen Stelle. (Und Pausen für emotionale, finanzielle, körperliche Erholung sind Not-wendig). Am Ende werden wir es schaffen.

Übersetzung des Textes “ the do’s and don’ts of beeing a good ally
von karnythia
– Sehen Sie mehr unter: http://theangryblackwoman.com/2009/10/01/the-dos-and-donts-of-being-a-good-ally/#sthash.03RCXhDs.dpuf


Kommunikationsstrategien der Neuen Rechten

schmetterlingssammlung

Der folgende Ausschnitt fasst die Strategien der Neuen Rechten zusammen. Die Aufzählung versteht sich natürlich nicht als abgeschlossen.  Diese Auflistung entstammt ursprünglich meiner Diplomarbeit, die unten als Quelle auch genannt wird.

Strategie

Die ‚Neue Rechte‘ hat den Rechtsextremismus auch im Bereich der Strategie modernisiert. Statt offen ihre Absichten und Ansichten kundzutun, verklausuliert sie sie oder wendet andere strategische Mittel an. Die folgende Auflistung versteht sich als Überblick über die verschiedenen Strategien. Sie versteht sich nicht als erschöpfend. Die Strategien werden nicht tief gehend und im Detail behandelt, da bei der schieren Mengen der unterschiedlichen strategischen Mittel der Platz nicht ausreichen würde.

3.5.1. Mimikry

Mimikry ist ein Verbergen der tatsächlichen Absichten beziehungsweise, wie Aftenberger es beschreibt, keine Selbstverleugnung, sondern die Strategie, bewusst Konzepte nur selektiv auszusprechen, so dass sie an einen gesellschaftlichen Diskurs andocken können.1Ein Beispiel für rhetorisches Mimikry ist eine Aussage Thora Ruths in der rechtsextremen Zeitschrift der…

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Einbahnstraße Conni-Land

Weisse Welt weissgewaschen.

anialua

Wer hätte jemals gedacht, dass ich einen Abend damit verbringen würde, über eine anfangs unscheinbar anmutende Buchreihe zu schreiben? Conni ist in unser Haus geflattert. Genauso schnell und lautlos, wie sie sich auch versucht hat, bei uns auszubreiten.

Bevor mein Kind in das Alter gekommen ist, das durch die Conni-Bücher angesprochen werden soll (ab 3 Jahren), habe ich ihre Existenz schlichtweg ignoriert. Aus den Augenwinkeln im Buchladen sah ich sie manchmal, ein weißes Mädchen mit glatten Haaren, das uns – und vor allem tausenden von Kindern – die Welt durch eigene Erlebnisse erklären und erfahren lassen soll. Conni ist ein Kind und erlebt so alle möglichen Sachen. Sie fährt mit ihren Eltern in den Urlaub, schläft mit anderen Kindern in der Kita, lernt Fahrrad fahren, geht schwimmen und ist auch mal krank. Kurz: Sie macht all das, was Kinder im oben genannten Alter oftmals interessiert, was sie spannend finden und…

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Rassismus den Spiegel (16 x ja sagen)

 

  • Weiße Privilegien existieren.
  • Weiße Privilegien zu hassen ist nicht das gleiche wie weisse Menschen zu hassen.
  • Trennung oder Spaltung wird nicht dadurch hervorgerufen, das Menschen mit Rassismuserfahrung Schutzräume betreten .
  • Positionen umzudrehen bringt weder Klarheit in ein Thema, noch bedeutet es, dass dadurch einander entsprechende Analogien erstellt werden.
  • Menschen haben Anspruch auf ihre eigenen Gefühle und auf den Ausdruck derselben. Die Erfahrungen und Gefühle von Menschen als übertrieben und unsachlich abzutun ist nicht hilfreich in der Diskussion um Rassismus.
  • Selbstverteidigung als Antwort auf Fragen oder Aussagen von Schwarzen Menschen/PoC bezüglich des Themas Rassismus ist das Nutzen eines Privilegs.
  • Empowerment durch Schwarze Menschen und PoC anzustreben ist nicht das gleiche wie weiße Menschen entrechten.
  • Rassismus ist mehr als “ einzelne, boshafte Taten.“
  • Ein Anspruch darauf, als Anti-Rassistisch wahrgenommen zu werden kann nicht auf der Existenz von eine_r Schwarzen oder PoC Freund_in/Frau*/Mann*/Kinder_n basieren.
  • Wenn Du um Entschuldigung bitten möchtest, dann kannst Du sagen, dass es Dir leid tut und dann die Klappe halten. Keine Rationalisierung , keine lange Erklärung über die Absicht, keine berufen auf „di:en schwarze_n Freund_in“ der Dein Vorgehen duldet oder sogar gutheisst. Und dann an der Veränderung arbeiten.
  • Im Mittelpunkt der Anti -Rassismus-Arbeit muss die Wirkung stehen, nicht die Absicht.
  • Das feiern von  „Multikulturalismus“ befasst sich nicht mit Rassismus.
  • People of Color sind nicht für die Bildung von weißen Menschen verantwortlich. Auch nicht für die Anti-Rassistische Bildung.
  • Es geht nicht immer nur um Dich.
  • Eine Erfahrung, die Du als weisse Person gemacht hast, und von der Du glaubst, dass sie einer Erfahrung von einer Schwarzen Person ähnlich ist, ist kein gültiger Beweis dafür, dass Rassismus nicht oder gegenseitig existiert.
  • “ Anti- Rassismus “ existiert nicht ohne Aktion.Übersetzung des im Original englischen Textes

Ich habe keine Antwort, ich bin satt

Ich sag nicht mehr „Afrika ist kein Land“. Jeder Mensch, der das nicht weiss, braucht es von mir nicht erklärt zu bekommen.

Auf die Frage „Woher kommst Du?“ werde ich nicht mehr antworten. Oder höchstens sagen: „Von Zuhause.“ Woher ich eigentlich komme? Aus meinem Bett, aber wen geht das denn was an? Und ob ich zurückgehe? Heute Abend. Soll ich nun noch sagen mit wem?

Ich frage, was das Wort bedeutet. „Kuss kenne ich, aber das andere?“ Was, das soll Schwarz bedeuten? Gibt es das auch für weisse? Bist Du dann ein Blanker?

Ich weiss nicht, wie sich „eine Afrikanerin“ fühlt, aber diese Frage verhindert, das ich mich als Deutsche fühle.
Es fühlen sich nicht alle Deutschen gleich.

Meine Haare? Wenn ich Deine betrachte, dann denke ich vielleicht, die könnten mehr Pflege vertragen.

Ob das Singen und das Tanzen mir im Blut liegt? Mensch, ich frag doch auch nicht, ob dumme Fragen bei Dir angeboren sind.

Und wenn mich jemand fragt, „Sprichst Du afrikanisch?“, dann werde ich sagen: „Nein, ich spreche höflich!“.

Wenn sie mich fragen, dann wollen sie etwas näher kommen.

Sie wollen mich in Ruhe betrachten. Wie ein gezähmtes Tier im Zoo.
Das hinter Gittern, jenes mit dem leeren Blick.

Diese Fragen sollen mich im Zaum halten.
Sie sollen mich bannen, damit ich beherrschbar bleibe.

Betrachtbar wie ein totgefahrener Hase. Ein bisschen mit nem langen Stock dran rumpopeln.
Ich lese ihren Hass und wende mich kühl ab.
Ich kann dieses Spiel nicht gewinnen. Denn es ist kein Spiel für mich.

Wenn ich kämpfe, dann glauben sie in mir die laute, die schrille, die unsachliche Schwarze zu erkennen.
Wenn ich verhandle. dann wollen sie mich leiten und sich mir beweisen.
Ich bestätige nicht mehr, das sie die guten Menschen sind, weil sie mich nicht zusammenschlagen.

Ich bin nicht überempfindlich.
Ich bin die Floskeln satt.


Danielle Boodoo-Fortuné

Trinidadian poet and artist

The Mixedbetweener

In Between Cultures, Languages and Identities and More...

Wer andern einen Brunnen gräbt

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Der Überblog - Ein idiot erklärt die Welt

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